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Tipps zur Prüfung zum Verkehrsfachwirt (IHK)

Tipps zur Prüfung zum Verkehrsfachwirt (IHK)

© Uwe Losse zuletzt aktualisiert 14.10.2006

Ich selbst habe 2004 die Prüfung zum Verkehrsfachwirt (IHK) vor der IHK in Stuttgart bestanden. Ich habe die Prüfung zum Verkehrsfachwirt mit dem Schwerpunkt Personenverkehr ausgewählt. Als vorbereitenden Lehrgang habe ich ein Fernstudium in 9 Monaten bei dem privaten Institut AKAD gemacht.


Soweit mir bekannt ist, führt AKAD keine Studiengänge für IHK - Lehrgänge durch. Es gibt jedoch noch weitere private Institute die dies anbieten.


Auf dieser Seite fasse ich meine gemachten Erfahrungen zusammen. Das man sich für die Prüfungen gut vorbereiten muss, wird dadurch deutlich, dass von damals 18 Teilnehmern meiner Klasse nur ich ohne Nachprüfung durchgekommen bin. Vier weitere haben den Sprung durch die mündliche Nachprüfung geschafft. Vorbereitung ist also wirklich alles. Aber dafür muss man sich auch RICHTIG vorbereiten.


Die nachfolgenden Tipps sind also bewährt und kann ich nur empfehlen.

Verkehrsfachwirt (IHK) Fernstudium oder Lehrgang

Ein Fernstudium hat große zeitliche Vorteile. Wer den Verkehrsfachwirt über ein Fernstudium macht, spart sich lange Anfahrtszeiten und spart auch Kosten. Natürlich fehlt hier die Klasse und die Klassengemeinschaft. Es fehlen Ansprechpartner, mit denen man sich austauschen kann. Bei den Instituten die den Verkehrsfachwirt als Fernstudium anbieten, wird zwar stets ein Forum und viele andere Kontaktmöglichkeiten angeboten, die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Hemmschwelle sehr groß ist und nicht zu viel zu spät genutzt wird.

Und es nutzt nichts, dass man selbst Kontaktfreudig ist und in einem Forum postet, die anderen müssen es auch machen. Der beste Weg zur Prüfung ist reger Kontakt mit Mitstudierenden.


Bei einem Lehrgang (z. B. von der IHK) kommt der Klassenverband schnell zu Stande. Jedoch geht durch An- und Abreise zu den Lehrgängen viel Zeit verloren. Ein Lehrgang bei der IHK erstreckt sich zumeist über 2 - 3 Jahre. Die Unterrichtszeiten sind während der Schulzeiten 2 mal wöchentlich.


Bei einem Fernstudium besteht freie Zeiteinteilung und der Stoff kann in 3 Monaten genauso durchgenommen werden wie in 12 Monaten. Bei einem Fernstudium ist es zudem üblich, von Zeit zur Zeit Seminare abzuhalten. Diese Seminare gehen über zumindest 1 Woche und man muss berücksichtigen, dass hier Kosten für Übernachtung und Verpflegung anfallen.


Diese Unterschiede muss man mit sich selbst ausmachen. Wer eher der Typ für das Fernstudium ist und wer eher der Typ für den Lehrgang ist. Da die Prüfung zum Verkehrsfachwirt eine bundeseinheitliche ist, gibt es keinerlei Vorteile ob der Lehrgang bei der IHK oder einem privaten Institut durchgeführt wird. Insiderinformationen zur Prüfung sind kaum zu erhalten.

Prüfung zum Verkehrsfachwirt (IHK)

Bei der Prüfung zum Verkehrsfachwirt (IHK) handelt es sich um eine bundeseinheitliche Prüfung. Das Bedeutet, dass die Prüfung von einem Prüfungsausschuss für alle IHK in Deutschland aufgestellt wird. Die Prüfung wird bundesweit zum gleichen Zeitpunkt geschrieben.


Als Folge dieses Wissens ergibt sich:

Es ist kein Vorteil, einen Lehrgang bei der IHK zu besuchen, da auch die IHK die Prüfer nicht kennt. Die nützlichen Hinweise, was man sich vor einer Prüfung noch einmal anschauen kann, gibt es nicht. Und die Prüfer, die die Prüfungsfragen kennen, können sowohl bei irgendeiner IHK als auch bei einem privaten Institut lehren.


Es liegt im Ermessen einer IHK, ob sie die bundeseinheitliche Prüfung auch verwendet. Von der IHK Mannheim ist mir z. B. bekannt (zumindest war es so), dass die Prüfung zum Verkehrsfachwirt selbst erstellt wurde. Die jeweilige IHK kann in Ihrer Prüfungsordnung selbst festlegen, ob sie die bundeseinheitliche Prüfung verwendet oder nicht. Wer Verkehrsfachwirt werden möchte, sollte sich über solche Details möglichst frühzeitig informieren.

Prüfung zum Verkehrsfachwirt (IHK) bestehen

Um die Prüfung zum Verkehrsfachwirt (IHK) zu bestehen, gehört es, sich Gedanklich vorzubereiten. Die Prüfungen sind wirklich hart, und im Vorfeld Informationen zu bekommen, was denn gefragt werden könnte, ist so gut wie nicht möglich. Anders als persönlichen Erfahrungen bis zu diesem Zeitpunkt vielleicht gewesen sind.


Nur als Erinnerung, die Quote der Durchfaller ist sehr hoch (geht einfach einmal von 70 % aus). Das liegt nicht unbedingt daran, dass die die Durchgefallen sind, nicht gelernt haben. Ich würde sagen, ganz im Gegenteil. Die Prüfungen fordern, und es gilt zum Zeitpunkt der Prüfung das vorhandene Wissen auch abzurufen. Hierfür sollte man folgendes machen:

  • Prüfungen der Vorjahre durcharbeiten: Die Prüfungen der Vorjahre sind zusammen mit Musterlösungen käuflich erwerbbar. Es hilft sehr viel, die Prüfungen zu Hause zu simulieren. Schafft Euch Prüfungsbedingungen, lasst euch nicht stören und versucht die Prüfungsfragen zu lösen. Die erste Erkenntnis ist, dass die Zeit verdammt knapp ist. Als zweite Erkenntnis merkt man, dass die Prüfungsfragen nicht immer klar gestellt werden. So werden z. B. Fremdworte wie Intermodalität oder andere verwendet.
  • Örtlichkeiten: Für die Prüfungen muss man ausgeruht und stressfrei sein. Einen Tag vorher anreisen und mit den Örtlichkeiten vertraut machen. Relaxen und Stressfreiheit ist sehr wichtig!
  • Nicht Bange machen lassen: Gerade vor einer Prüfung gibt es die Leute, die auf cool machen und mit Neuigkeiten und Informationen aufwarten, die andere nur Nervös machen können. Zieht Euch vor einer Prüfung zurück und entspannt euch. Die Nervtöter ignorieren, sollte der seltene Fall eintreten, dass eine gestreute Information stimmen sollte, so ist es jetzt zu spät. Es gibt nur einen Gedanken, alles machen um die Prüfung zu bestehen.
  • Die Prüfung nicht auf die leichte Schulter nehmen: Die Prüfung ist wirklich schwer, geht nicht davon aus, dass Ihr die Prüfung mit einer 1 oder 2 bestehen werdet. Die Prüfungen sind verdammt schwer, es geht darum, 50% der Punkte zu schaffen, alles andere ist egal und ein Mehrwert.
  • Zeiteinteilung: Die Zeit in der Prüfung ist für den Grundlagenteil viel zu Knapp bemessen. Nicht zu viel Zeit bei einer Aufgabe verlieren! Bei jeder Aufgabe steht dabei, wieviele Punkte vergeben werden. Teilt die maximalen Punkte durch die zu Verfügung stehende Zeit und Ihr habt als Ergebnis, wieviel Zeit Ihr pro Punkt verwenden dürft. Multipliziert die Zeit mit den Punkten die es für die Aufgabe gibt. Das ist die maximale Zeit, die mit dieser Aufgabe verwendet werden darf. Dann geht zur nächsten Aufgabe weiter. Sollte zum Schluss noch Zeit übrig sein (was unwahrscheinlich ist), dann kann die Aufgabe immer noch gelöst werden. Gerade die Zeiteinteilung sollte im Vorfeld geübt werden!
  • Nie etwas streichen: In der Prüfung nie etwas streichen, was eventuell richtig sein könnte. Falls man etwas nicht weiß, dass hinschreiben was es vielleicht sein kann (dabei die Zeit nicht aus den Augen verlieren). Falls man unsicher ist, das geschriebene stehen lassen. Aber davor auf jeden Fall etwas hinschreiben. Nur für geschriebenes kann es überhaupt Punkte geben.

Durchgefallen, die Prüfung zum Verkehrsfachwirt (IHK) trotzdem bestehen

Bei der Prüfung zum Verkehrsfachwirt darf man durchfallen. Ich habe nach der Prüfung viele gesehen, die viel Wissen besaßen und durchgefallen sind. Wissen alleine ist leider nicht alles, es geht darum, bei der Prüfung das was man weiss auch auf Papier zu bringen. Das wird leider zu oft vergessen.


Eine Prüfung darf wiederholt werden. Dann muss sie jedoch bestanden werden. Wer Schwierigkeiten mit lernen hat, sollte sich einmal bei http://www.allesgelingt.de umschauen. Dort gibt es alles über effektives lernen.


Etwas ist bei der bundeseinheitlichen Prüfung auffällig. Die Prüfungen werden zwar zentral erstellt, die jeweilige IHK bewertet die Antworten jedoch selber. Dabei scheint es ein Süd - Nord gefälle zu geben. Eine Prüfung bei der IHK Stuttgart scheint gute 3 Noten schlechter bewertet zu werden als es bei einer Prüfung z. B. in Berlin geschieht. Ein echter Tipp ist, die Prüfung an einer anderen IHK zu wiederholen. Gerade wer in Stuttgart geprüft wurde, weiss was ich hier andeuten möchte.

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