Personenverkehr in Deutschland
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- Die Fixkosten sind im Verkehrsbetrieb sehr hoch: Die Fixkosten bestehen im Personenverkehr zumeist aus den Personalkosten. Zumeist auch aus den Anschaffungskosten für die Fahrzeuge. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Fahrzeuge im Einsatz sind oder nicht (Beispiel "Rush Hour". Die Fahrzeuge müssen vorgehalten werden und die Personale können nach der Spitzenzeit nicht einfach entlassen werden. Die Fixkosten im Verkehrsbetrieb liegen bei zumeist ca. 80 %.
- Im Verkehrsgewerbe gibt es eine große Kapitalbindung: Der Kapitalbedarf für die Fahrzeugflotte, die Anschaffung und die Personalkosten betragen ca. 60 %.
- Die Notwendigkeit zur Infrastrukturellen Vernetzung: Die öffentlichen Personenverkehre müssen Haltestellen und Bahnhöfe anfahren. Dies ist ein Nachteil zum Individualverkehr.
Die Besonderheiten des Verkehrsgewerbes
Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale des Verkehrsgewerbes
© Uwe Losse zuletzt aktualisiert 14.10.2006
- Die Verkehrsnachfrage unterliegt starken Schwankungen (Nachfrageschwankungen): Es gibt erhebliche Unterschiede für den Verkehrsunternehmer, ob die Fahrzeuge (Busse oder Straßenbahnen oder Eisenbahnen) um 8:00 Uhr oder um 10:00 Uhr gebraucht werden. Es gibt Ferienzeiten und es gibt die "Rush Hour". Die Fahrzeugflotte um 8:00 Uhr (Schulbeginn) ist stark beansprucht und mit vielen Verstärkungsfahrten versehen, während nach 8:00 Uhr in der Regel eine Beruhigung einsetzt.
- Verkehrsdienstleistungen sind als Dienstleistung nicht speicherbar (Nichtlagerfähigkeit oder Immaterialität): Eine Verkehrsdienstleistung kann nicht auf Vorrat produziert werden, Sie muß zu dem Zeitpunkt erbracht werden, zu dem sie benötigt wird (Uno-actu-Prinzip). Hiermit unterscheidet sich der Verkehrsmarkt zum Beispiel von der Produktion von Maschinenteilen.
- Die Kapazitäten von Verkehrsunternehmen orientieren sich an den Nachfragespitzen: Während der Hauptzeit (Rush Hour) müssen alle berufstätigen Fahrgäste und Schüler gleichermaßen Iihr Ziel erreichen. Dafür müssen viele Fahrzeuge und Fahrer vorgehalten werden.
- Die Nachfrage der Verkehrsleistung sind unpaarig (Nachfrageschwankungen): Im Personenverkehr ist es oft so, dass die Verkehrsströme um 8:00 Uhr in die eine Richtung laufen, um 16:00 Uhr läuft die Verkehrsströmung in die entgegen gesetzte Richtung. Dies Bedeutet für die eingesetzten Fahrzeuge und das eingesetzte Personal, dass die Rückfahrten zumeist leer durchgeführt werden.
- Die Verkehrsleistung benötigt stets einen externen Faktor: Für eine Verkehrsleistung besteht die Notwendigkeit der Integration eines externen Faktors. Die Person die eine Verkehrsleistung in Anspruch nimmt, fährt nicht mit dem Verkehrsmittel weil es da ist, sondern die eigentliche Absicht ist dass erreichen eines Zieles wie z. B. die Arbeitsstätte, Schule, Freunde, Freizeiteinrichtungen. Demzufolge lässt sich die Verkehrsleistung durch Marketingmaßnahmen nur Bedingt steigern. Man ist eher darauf angewiesen, auf die externen Faktoren zu reagieren.
- Die staatliche Einflussnahme auf den Verkehrsmarkt ist sehr hoch: Für einen Personentransport mit Kraftfahrzeugen ist eine Konzession erforderlich. Hierfür müssen die Bedingungen nach dem Personenbeförderungsgesetzt (PBefG) eingehalten werden. Es ist sehr schwierig für einen NICHT - Konzessionär eine Linie zu befahren. Die dafür erforderlichen Konzessionen, Tarifgenehmigungen und die zu erstellenden Beförderungsbedingungen sind eine große Herausforderung für neue Verkehrsbetriebe.
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