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Kooperationsformen im Luftverkehr

Kooperationsformen im im Luftverkehr

© Uwe Losse zuletzt aktualisiert 14.10.2006

Im internationalen Luftverkehrsmarkt gibt es bereits seit langer Zeit Kooperationen und lose Formen der Zusammenarbeit. Jede Kooperation hat das Ziel, Synergieeffekte zu nutzen und preiswerter oder effektiver auf den Markt zu reagieren, oder sein Angebot durch strategische Allianzen zu erhöhen. Dort wo der Verkehrsmarkt heiß umkämpft ist, wird am ehesten versucht, solche Zusammenschlüsse zu finden. Dies ist im Luftverkehrsgewerbe oft der Fall.

Code-Sharing

Im internationalen Luftverkehr sind Onlineverbindungen (gemeint sind damit Direktverbindungen) begehrt. Onlineflüge haben eine höhere Buchungswahrscheinlichkeit, da sie im Buchungssystem bevorzugt angezeigt werden. Code-Sharing kann ohne größere Investitionen von den Fluggesellschaften betrieben werden.


Bei einem Code-Sharing - Abkommen finden sich Fluggesellschaften und teilen sich einen Flug. Dann wird der Flug von der Fluggesellschaft A durchgeführt, der Flug hat jedoch den Namen der Fluggesellschaft B (Stichwort IATA - Code, z. B. KL für die KLM oder LH für die Lufthansa).


Bei einer Verbindung mit Umstieg, wird durch die Verwendung des gleichen Flugcodes der Umstieg verschleiert und erscheint auf den Buchungsmaschinen als Onlineverbindung. Fluggesellschaft A fliegt von Köln nach Warschau und Fluggesellschaft B weiter von Warschau nach Moskau. Für die Buchungsmaschinen ist bei Buchung des Fluges Köln - Moskau der Umstieg nicht direkt zu erkennen, da beide Flüge unter dem gleichen Code durchgeführt werden.

Strategische Allianzen

Bei einer strategischen Allianz bilden zwei oder mehr Fluggesellschaften einen strategischen Zusammenschluss. Bei dieser strategischen Allianz ist es das Ziel, den Wettbewerbsdruck zu verringern und umfassen meistens:

  • Code - Sharing
  • gemeinsame Marketingaktivitäten
  • gegenseitige Anerkennung von Vielfliegern
  • Abstimmung von Flugplänen
  • gemeinsames Bodenpersonal
  • gemeinsame Ertragssteuerung und Preisgestaltung

Für das Ziel, einen Wettbewerbsvorteil zu erreichen, müssen die Fluggesellschaften auf einen Teil der Eigenständigkeit verzichten. Wesentliche Dinge müssen mit dem Partner abgestimmt werden.

Franchising

Bei einem Franchising - System bietet eine größere Fluggesellschaft einer kleineren Fluggesellschaft oder einem Neueinsteiger eine Kooperation an. Die Flüge führt die kleinere Fluggesellschaft im Auftrag der größeren Fluggesellschaft aus. Nach außen hin schaut es für den Reisenden so aus, als würde er mit der größeren Fluggesellschaft fliegen, das äußere Erscheinungsbild und die Flugnummer stellt die größere Fluggesellschaft. Die Farben und die Leistungsstandards der größeren Fluggesellschaft muss die kleinere Fluggesellschaft übernehmen. Das finanzielle Risiko trägt jedoch die kleinere Fluggesellschaft.


Franchising - Systeme sind generell ein beliebtes System bei größeren Unternehmen. Ein bekanntes Beispiel ist z. B. McDonalds oder Burger King. Hierbei arbeiten die einzelnen Restaurants auch auf eigenes Risiko, müssen jedoch nach außen die Optik und das Angebots des großen Unternehmers wiedergeben. Dies geschieht in der Regel zum beiderseitigen Vorteil.

Finanzbeteiligungen

Um die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fluggesellschaften zu vertiefen und eine solide Grundlage zu bilden, beteiligen sich die Fluggesellschaften finanziell untereinander, z. B. durch einen Aktientausch.

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