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Elektronische Fahrscheindrucker (EFD)

Elektronische Fahrscheindrucker als Vertriebsweg im Personenverkehr

© Uwe Losse zuletzt aktualisiert 26.12.2006

Elektronische Fahrscheindrucker sind gleichzeitig auch Bordrechner und werden sowohl mobil in den Omnibussen und Zügen, als auch stationär als Vorverkaufsstellengerät eingesetzt. Elektronische Fahrscheindrucker werden von dem Verkaufs- und Betriebspersonal bedient. Elektronische Fahrscheindrucker die im Fahrzeug verbaut sind, steuern über IBIS die angeschlossenen Zielbandanzeigen, mobilen Fahrausweisautomaten, Entwerter, Fahrgastzählsysteme, Dynamische Fahrgastinformationen, Rechnergesteuerte Betriebsleitsysteme, u. v. m.

Elektronische Fahrscheindrucker beherrschen optional elektronische Zahlungsmittel, wie z. B. Geldkarte oder unternehmensbezogene Chipkarten. Die Hersteller von elektronischen Fahrscheindruckern haben auf diesem Gebiet ein großes Know How erworben, dass beim Einsatz der elektronischen Fahrscheindruckern an die Verkehrsbetriebe weiter gegeben wird.

Der elektronische Fahrscheindrucker ist in der Beschaffung relativ preiswert und ermöglicht schnelle und übersichtliche Abrechnungen. Ganze Abrechnungssysteme lassen sich beim Einsatz von elektronischen Fahrscheindruckern automatisieren. Elektronische Fahrscheindrucker können das Verkaufspersonal führen, so das nur noch geringe Tarifkenntnisse notwendig sind.

Vorteile von elektronischen Fahrscheindruckern

  • hohe und schnelle Abrechnungssicherheit: Gegenüber manuellen Fahrausweisverkäufen ist der Abrechnungs- und Verwaltungsaufwand sehr gering.
  • hohe statische Erfassbarkeit der Verkäufe: Alle Verkäufe werden elektronisch erfasst. Auswertungen nach Uhrzeit, Tag, Linie, Fahrausweisgattung, u. v. m. sind schnell und einfach möglich.
  • hohe Anpassungsfähigkeit: Elektronische Fahrscheindrucker können dem Tarifwust schnell angepasst werden. Gerade Verkehrsbetriebe die durch mehrere Verkehrsverbünde mit Ihren Fahrzeugen fahren, können mit einer geschickten Tarifprogrammierung der elektronischen Fahrscheindrucker das Verkaufspersonal deutlich entlasten.
  • einfache und übersichtliche Bedienung: elektronische Fahrscheindrucker brauchen in der Regel kein spezielles Servicepersonal. Der Schulungsaufwand ist sehr gering.
  • gleichzeitiger Einsatz als Bordrechner: Elektronische Fahrscheindrucker werden im Fahrzeug gleichzeitig als IBIS - Steuergerät eingesetzt. Dies spart Kosten und gibt alles in eine Hand. Dies ist bei der Verwirklichung komplexer Fahrgastinformationssysteme, Ampelbeeinflussungssysteme oder rechnergesteuerte Betriebsleitsysteme (RBL) unbedingt erforderlich.

Nachteile elektronischer Fahrscheindrucker

  • gegenüber Blockfahrscheinverkauf langsamerer Verkaufsvorgang: Das Verkaufspersonal muss am elektronischen Fahrscheindrucker Bedienungen wie die Eingabe von Start und Ziel, oder die Auswahl der Fahrscheingattung treffen. Der einzelne Verkaufsvorgang ist bei manuellen Verkäufen etwas langsamer.
  • gegenüber dem Blockfahrscheinverkauf entstehen größere Investitionskosten: Die einmalige Anschaffung von elektronischen Fahrscheindruckern und die Ersatzteilbeschaffung sind höher als bei manuellen Verkauf.

Elektronische Fahrscheindrucker in Verkehrsbetrieben

Elektronische Fahrscheindrucker sind aufgrund der relativ geringen Investitionskosten gegenüber zum Nutzen bei jedem Verkehrsbetrieb sowohl in den Fahrzeugen (Bus, Bahn, Straßenbahn, Triebwagen, Vorverkaufsstellen) einsetzbar. Die elektronischen Fahrscheindrucker können von den Verkehrsbetrieben durch die Fahrgeldmanagementsoftware und weitere Hintergrundsysteme frei den Tarifbedürfnissen angepasst werden. Somit können die elektronischen Fahrscheindrucker flexibel eingesetzt und schnell den Bedürfnissen angepasst werden.

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