

Die Geldkarte wurde ins Leben gerufen, um eine bargeldlose Zahlung OHNE PIN - Identifizierung (sprich anonymes Bezahlen) zu ermöglichen. Hierfür wird auf einer Karte (z. B. der Bankcard) ein Chip aufgebracht der vom Benutzer (z. B. Fahrgast) geladen werden kann. Der so aufgeladene Chip kann bei allen Händlern und auch im Nahverkehr zur bezahlen genutzt werden. Die Bezahlart Geldkarte hebt sich von anderen bargeldlosen Zahlungsarten in der Art ab, das es sich effektiv um Bargeld in elektronischer Form handelt. Der Bezahlvorgang bleibt anonym, derjenige der mit einer Geldkarte bezahlt, ist also nicht zu identifizieren.
Auf dem Chip der Geldkarte ist Platz für eine zusätzliche Information vorgesehen, so kann z. B. bei Parkhäusern die Einfahrt registriert werden und bei der Ausfahrt so automatisch die Parkgebühr ermittelt und von dem Chip abgebucht werden. Ebenso könnte ein Fahrschein auf dem Chip elektronisch gespeichert werden.
Die Geldkarte ist ein bargeldloser Bezahlvorgang. Für den Verkehrsbetrieb entfallen bei bargeldlosen Verkäufen die Aufwände für die Geldentsorgung. Dieser Faktor fängt jedoch erst an zu wirken, wenn möglichst viele Fahrgäste mit Geldkarte bezahlen. Wie bei allen elektronischen Bezahlmöglichkeiten wird immer exakt der zu zahlende Betrag belastet, es entfällt für den Fahrgast als auch für den Verkäufer das Zählen und die Bargeldrückgabe. Die Geldkarte als elektronisches Bezahlmedium ist zudem eine automatengerechte Bezahlung.
Der Kunde hat den großen Vorteil, dass seine Bezahltransaktion anonym ist, hier Unterscheidet sich die Geldkarte von anderen Bezahlarten wie z. B. EC - Cash oder einem Kreditkartenkauf.
Die Geldkarte setzt ein (wenn auch geringes) technisches Equipment voraus. Der Fahrgast möchte, wenn er ein solches Medium einsetzt, eine weite Verbreitung und Einsatzmöglichkeit haben. Dies ist zur Zeit in Deutschland nicht der Fall, nur vereinzelt ist in Geschäften, Bäckereien, Kiosken, usw. die Bezahlung mit Geldkarte möglich.
Ein weiterer Nachteil ist das vorherige Aufladen durch den Fahrgast. Der Fahrgast muss den Chip aktiv an einer Ladestation (z. B. seiner Bank) aufladen. Nur ein geladener Chip kann eingesetzt werden, in Geschäften ist eine Aufladung nicht möglich.
Die Geldkarte konnte sich im Nahverkehr bislang nicht durchsetzen. Durch die große Anzahl der Verkaufsstellen (jedes Fahrzeug) ist der Aufwand für die Verkehrsbetriebe groß. Diejenigen Verkehrsbetriebe die als Bezahlmöglichkeit die Geldkarte angeboten haben, sprechen von Umsätzen im Promillebereich. Da sind unternehmensbezogene Chipkarten deutlich erfolgreicher.
Einzig an Vorverkaufsstellen und an stationären Fahrausweisautomaten ist der Einsatz von Geldkarten häufiger zu finden. Die Nutzung der Möglichkeit, einen Fahrausweis auf dem Geldkartenchip zu speichern wird bislang gar nicht genutzt, da hierfür Kontrollmöglichkeiten fehlen und die Investitionen zur Zeit nicht im Verhältnis mit dem Nutzen stehen.
Die Initiative Geldkarte hat sich als Ziel gesetzt, neue Nutzungsmöglichkeiten für die Geldkarte zu finden und so eine größere Verbreitung zu erreichen.