

Das Fahrausweispapier muss für Verkehrsbetriebe bestimmte Anforderungen erfüllen, diese sind:
- Fälschungssicherheit
- leichtes Handling und Verkaufbarkeit
- leichte und preiswerte Beschaffung
Gerade für große Verkehrsbetriebe ist das Thema Fälschungssicherheit von Fahrausweisen von Bedeutung. Es geht hier nicht darum, dass gültige Fahrausweise ausgetauscht werden, es geht hier vielmehr darum, echten Fahrausweisbetrug zu verhindern. Wenn in einem Verkehrsverbund oder bei der DB im Fernverkehr ein Fahrausweis viele hundert Euro kostet, ruft dies auch immer zur Fahrausweisfälschung auf. Einmal um sich eine Fahrt zu erschleichen und ein anderes Mal um gefälschte Fahrausweise zu Verkaufen um somit auf betrügerische Art und Weise Geld zu verdienen.
Fälschungssicherheit wird über verschiedene Methoden hergestestellt:
1. Besondere Farbgebung auf dem Fahrausweispapier. Gerade das Leuchtorange dient heute immer noch als Sicherheitskriterium. Das Leuchtorange ist eine Farbe, die so nicht unbedingt erhältlich ist. Zwar ist die Qualität der Farbkopierer und Tintenstrahldrucker heute mittlerweile so groß, dass JEDER Fahrausweis einfach eingescannt und wieder ausgedruckt werden kann, die Farbei Leuchtorange ist jedoch nicht für Jedermann zu bekommen. Damit wird eine gewisse Fälschungssicherheit gewährleistet. Für große Unternehmen kommt das Leuchtorange mittlerweile nicht mehr in Betracht, da dieses Leuchtorange in allen großen Druckereien zu erhalten ist und somit für Betrüger genügend quellen vorhanden sind.
2. Sicherheitshologramm auf Fahrausweisen
Das Hologramm ist eine zweite Sicherungsmöglichkeit auf Fahrausweisen. Wie auf Geldscheinen sind Hologramme auch auf Fahrausweisen nicht einfach zu kopieren. Ein Hologrammfahrschein hat jedoch gegenüber dem "normalen" Fahrausweis Beschaffungsnachteile, da die Kosten für Fahrausweispapier deutlich über dem "normalen" Fahrausweispapier liegen. Hologramme werden daher eher auf hochpreisigen Tickets wie z. B. Zeitfahrausweisen verwendet.
3. Sicherheitsalgorythmus und Tagescodes
Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung von Tagescodes auf den Fahrausweisen. In diesem Fall wird nach einem bestimmten Algorythmus bestehend aus Datum, Fahrscheingattung, Linie oder anderen Werten eine Codierung ermittelt und von dem Verkaufsgerät auf den Fahrausweis abgedruckt. Die Codierung bleibt auch dem Verkaufspersonal geheim, und ist nur mit einem speziellen Gerät zu ermitteln. Das Prüfpersonal wird am Verkaufstag über den heute geltenden Code unterrichtet. Dieses Sicherungsmedium ist sehr preiswert, setzt jedoch ein elektronisches Verkaufssystem voraus.
Das Fahrausweispapier muss preiswert in der Beschaffung sein und ein einfaches Handling ermöglichen. Für den Bereich der elektronischen Fahrscheindrucker oder Fahrausweisautomaten bietet sich hier eine Rollenform an, benutzt wird hier zumeist Thermopapier. Thermopapier hat den Vorteil zum Zeitpunkt des Verkaufs beliebig bewertet zu werden. Man erreicht mit Thermopapier also die benötigte Flexibilität für den Fahrausweisverkauf. Thermopapier ist jedoch Lichtempfindlich, während Thermopapier an kühlen, dunklen Stellen nahzu unendlich gelagert werden kann, überlebt es den Kontakt mit Weichmachern (z. B. in bestimmten Portmonais) oder der Sonne nicht. Mit Thermopapier sollten keine Fahrausweise mit einer Gültigkeit über einen Monat hinaus ausgestellt werden. Thermopapier verblasst stark und verliert unter Licht schnell die Lesbarkeit.
Für Fahrausweise eignet sich 80 g Papier. Dieses Papier ist genügend stabil und trotzdem leicht und biegsam. Fahrausweise können über elektronische Verkaufsgeräte im Papiergewicht zwischen 80 g und 140 g liegen. Je höher das eingesetzte Papiergewicht ist, desto störischer ist das Papier und schwieriger ist das Handling für das Druckwerk.
Bei "schwerem" Papier ist der Papiervorrat geringer, da durch das dickere Papier der Rolleninnendurchmesser größer ist und daher weniger Papier auf eine Papierrolle gewickelt werden kann.