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Die Beachtung der Fahrzeugkapazität bei der Fahrplanerstellung

Fahrplan: Fahrplangrundlagen, Beachtung der Fahrzeugkapazität

© Uwe Losse zuletzt aktualisiert 14.10.2006

Die Fahrpläne müssen nach den notwendigen verkehrlichen Anschlüssen abgestimmt werden. Bei der Fahrplanerstellung müssen jedoch auch die benötigten Fahrzeugkapazitäten beachtet werden. Bei einem Standardlinienomnibus z. B. liegt die Kapazität bei ca. 90 bis 100 Fahrgästen. Jeder der schon einmal zur Hauptverkehrszeit mit einem Omnibus gefahren ist, weiß, dass diese Kapazität so gut wie nie ausgenutzt werden kann. Jeder Fahrgast hat irgendeine Tasche bei sich (Schüler einen Schulranzen, Arbeiter eine Arbeitstasche, etc.) diese Dinge benötigen ebenfalls Platz im Fahrzeug. In der Regel kann die maximale Ladekapazität eines Fahrzeugs nur zu ca. 90 % ausgenutzt werden, und dann kann wirklich kein Reisender mehr atmen.

Wenn ein Standardlinienomnibus mit 82 oder 83 Schülern besetzt ist, dann ist wirklich oft auch die letzte Lücke geschlossen und alle sind wie in einer Sardinenbüchse eingepfercht.

Gerade zu Beginn eines Schuljahres ergeben sich für die Fahrplanbüros der Verkehrsbetriebe spannende Zeiten. Mit dem neuen Schuljahr liegen die neuen Schülerzahlen zumeist noch nicht detailliert vor. Für die weiterbildenden Schulen wie, z. B. Berufsschulen kann naturgemäß eine Schülerjahreskarte erst unmittelbar vor oder nach Schulbeginn beantragt werden. Durch den Wechsel der Schüler während der Orientierungsstufen ist auch hier die genaue Anzahl der Schüler für die Verkehrsbetriebe nicht vorhersehbar.


Wenn ein Bus nun eine zahlenmäßige Auslastung von ca. 80 Fahrgästen hat, ist die maximale Auslastung annähernd erreicht und ein Verstärkungsfahrzeug muss gestellt werden. Alternativ kann das Fahrplanbüro auch die Linienführung des Fahrzeugs ändern, um so eine bessere Aufteilung der Fahrgäste auf die vorhandenen Fahrzeuge zu erreichen. Diese Optimierungen sind jedoch nur mit verlässlichen Zahlen möglich. Wenn Aufgabenträger die Fahrkartenbestellung nur schleppend voranbringen, fahren in der Zwischenzeit auf bestimmten Linienwegen zu viele Fahrzeuge und auf anderen Linienwegen zu wenig Fahrzeuge.

Gerade auch bei den Fahrzeugumläufen, wenn ein Verkehrsbetrieb unterschiedliche Fahrzeugtypen im Einsatz hat (z. B. Gelenkbusse) müssen die Bedürfnisse des Fahrplans im Fahrzeugumlauf berücksichtigt werden.

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