Personenverkehr in Deutschland

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Die unterschiedlichen Verbundtypen

In Deutschland gibt es nun schon fast flächendeckend Verkehrsverbünde. Nur wenige Flecken haben noch gar keinen Kontakt zu einen Verkehrsverbund, zumindest Übergangsgebiete sind in irgendeiner Form vorhanden.


Die Verkehrsverbünde lassen sich in drei Kategorien aufteilen:

Die unterschiedlichen Verbundtypen

© Uwe Losse zuletzt aktualisiert 16.12.2006

  • Unternehmensverbünde
  • Mischverbünde
  • Kommunalverbünde und Aufgabenträgerverbünde

Die Handlungen der unterschiedlichen Verkehrsverbünde lassen sich oft damit erklären, wer in einem Verkehrsverbund die Führungsrolle übernimmt. Sind dies eher die Verkehrsunternehmen oder ist dies eher die politische Schiene. Aufgrund dieser Unterschiede entwickeln sich Verkehrsverbünde in andere Richtungen und ein Außenstehender erkennt gravierende Unterschiede. Für ein Verkehrsunternehmen dass Personenverkehr in verschiedenen Verkehrsverbünden betreibt, ist dies bedeutsam.

Unternehmensverbünde

Mischverbünde

Bei einem Mischverbund sind sowohl Verkehrsbetriebe als auch politische Gremien als Gesellschafter in einem Verkehrsverbund vertreten. Dieses kann paritätisch geschehen, oder einer der beiden Fraktionen (Verkehrsbetrieb oder politisches Gremium) hat die Mehrheit.


In dieser Konstellation nimmt die politische Schiene (z. B. Kommunen oder Zweckverbände) Einfluss auf die Entscheidungen des Verkehrsverbundes. Dieser Einfluss kann sich unterschiedlich bemerkbar machen, z. B.:

  • Besondere Wünsche nach besonderen Tarifermäßigungen (z. B. auf bestimmten Relationen oder für bestimmte Personenkreise)
  • Besondere Wünsche im Fahrplanangebot oder in der Qualität der eingesetzten Fahrzeuge
  • u. v. m.

Da sich die Verkehrsbetriebe und die politischen Gremien in dem Verkehrsverbund gegenübersitzen und gemeinsam zu einer Entscheidung kommen müssen, werden die Sichten beider Parteien in den Gesprächen berücksichtigt. Es werden als Folge selten einseitige Entscheidungen getroffen.

Kommunalverbünde und Aufgabenträgerverbünde

Bei diesem Verbundtyp bestehen die Gesellschafter ausschließlich aus politisch motivierten Institutionen (Zweckverbände, Städte, Kreise). Alle Entscheidungen bezüglich der Tarifstruktur, des Fahrplanangebotes und der Qualität der eingesetzten Fahrzeuge werden von der Politik bestimmt und getroffen.


Bei diesem Verbundtyp wird nicht das Augenmerk auf die Wirtschaftlichkeit gelegt. Die Entscheidungen werden zumeist von einzelnen Personen (z. B. ein starker Bürgermeister mit guter Durchsetzungsfähigkeit) bestimmt und das fachliche KnowHow der Verkehrsbetriebe bleibt des öfteren unberücksichtigt.

Bei einem Unternehmensverbund haben die beteiligten Verkehrsunternehmen die Kontrolle uns sind Gesellschafter. Die Verkehrsunternehmen treten dabei Ihre Tarifhoheit an den Verkehrsverbund ab, da sie jedoch gleichzeitig Gesellschafter sind, bestimmen Sie auf diesem Umweg über die Geschicke des Verkehrsverbundes.

Dabei werden natürlich eher die Interessen der Verkehrsunternehmen als die der Fahrgäste vertreten. Ein Verkehrsverbund der nur aus Verkehrsunternehmen besteht, legt ein großes Augenmerk auf Wirtschaftlichkeit. Das Tarifsortiment als auch die Vertriebsstruktur (Distributionsstruktur) kommen den Belangen der Verkehrsbetriebe entgegen (z. B. leichte Abrechnungsfähigkeit, leichte Erstellung der §45a Ausgleichsanträge (siehe Fördermittel). Die Abstimmungen der Fahrpläne in einem Verkehrsverbund sind überwiegend auf optimalen Fahrzeugeinsatz ausgelegt.

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