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Pauschalreise – Rücktritt vom Reisevertrag

Reiserücktritt oder Rückritt vom Reisevertrag

Rücktritt vom ReisevertragDer Reisende kann vor Beginn der Reise von der Reise zurück treten. In diesem Fall wird der Reisevertrag aufgehoben. Der Reisende hat insgesamt drei Möglichkeiten zum Reiserücktritt.
Der Reiseveranstalter hat ebenfalls Möglichkeiten zur Reiseabsage. Dies trifft zu, wenn die Mindesteilnehmerzahl für die Reise nicht erreicht ist oder wenn höhere Gewalt vorliegt.

Der Reisende kann nach BGB 651 b vor Reisebeginn vom Reisevertrag zurücktreten, wenn er sicher stellt, dass ein Dritter an seiner Stelle in die Rechte und Pflichten des Reisevertrages eintritt. Der Reiseveranstalter muss den Reiserücktritt akzeptieren, es sei denn, dass die benannte Ersatzperson nicht den besonderen Reiseerfordernissen genügt. Die kann z. B. für gesundheitliche Anforderungen bei Tropenreisen oder bereits beantragten Sammelvisa, Impfbestimmungen oder aufgrund der Gesetze des Reiselandes der Fall sein.Obwohl der Reisende einen Reiserücktritt gemacht hat, haftet der Reisende gegenüber dem Reiseveranstalter als Gesamtschuldner für den Reisepreis und für eventuelle Mehrkosten die durch den Eintritt der dritten Person entstehen.


Der Reisende kann nach BGB § 651 i (1) jederzeit ohne Angabe von Gründen den Rückritt vom Reisevertrag erklären. Der Reiseveranstalter verliert in diesem Fall den Anspruch auf den Reisepreis. Der Reiseveranstalter kann jedoch Stornogebühren verlangen, die auch pauschaliert erhoben werden können. Vor solchen Kosten kann sich der Reisende nur mit einer Reiserücktrittsversicherung schützen. Der Reiseveranstalter hat VOR Abschluss des Reisevertrages den Reisenden entsprechen aufzuklären.

Die dritte Möglichkeit zum Reiserücktritt hat der Reisende bei höherer Gewalt. Wichtig ist, dass dies zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses nicht vorhersehbar war. Dies kann bei Naturkatastrophen, Bürgerkriegen oder Epidemien der Fall sein. Der Reiserücktritt in diesem Fall ist im BGB § 651 j geregelt und es handelt sich hierbei um eine Kündigung des Reisevertrages.
Mit der Kündigung verliert der Reiseveranstalter den Anspruch auf den restlichen Reisepreis, für bereits erbrachte Reiseleistungen muss der Reisende jedoch aufkommen.

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