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Reisebestätigung und Reisebedingungen – Pauschalreiserecht

Reisebestätigungen und allgemeine Reisebedingungen AGRB

ReisebestätigungNach Vertragsabschluss muss der Reiseveranstalter dem Reisenden unverzüglich eine Urkunde über den Reisevertrag, die Reisebestätigung, aushändigen.
Die Reisebestätigung muss, sofern es nach Art der Reise von Bedeutung ist, folgende Angaben enthalten:

  1. den endgültigen Bestimmungsort oder, wenn die Reise mehrere Aufenthalte umfasst, die einzelnen Bestimmungsorte (Reiseroute) sowie die einzelnen Zeiträume und deren Termine,
  2. den Tag, die voraussichtliche Zeit und den Ort der Abreise und die Rückkehr,
  3. die Besuche, Ausflüge und sonstige im Reisepreis inbegriffene Leistungen,
  4. Hinweise auf etwa vorbehaltliche Preisänderungen sowie deren Bestimmungsfaktoren und nicht im Reisepreis enthaltende Abgaben,
  5. vereinbarte Sonderwünsche des Reisenden,
  6. Namen und ladungsfähige Anschrift des Reiseveranstalters,
  7. die Möglichkeit des Reisenden, eventuelle aufgetretene Reisemängel beim Reiseveranstalter anzuzeigen und dem Reiseveranstalter eine angemessen Frist zu Abhilfe zu setzen. Sofern die Abhilfe vom Reiseveranstalter verweigert wird oder unmöglich ist, kann die Kündigung des Reisenden durch besondere Interessen des Reisenden gerechtfertigt sein.
  8. über die nach § 651 g BGB einzuhaltenden Fristen (1 Monat nach vertraglichem Reiseende), unter namentlicher Angabe der Stelle, gegenüber die Ansprüche geltend zu machen sind,
  9. über den möglichen Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung oder einer Versicherung zur Deckung der Rückführungskosten bei Unfall oder Krankheit unter Angabe von Namen und Anschrift des Versicherers.

Bei Krankheit oder Unfall trägt der Reisende alleine alle etwaigen Kosten. Es genügt dem Reiseveranstalter, wenn der Reisende auf diese Gefahren hingewiesen wird. Die Verantwortung über etwaige Probleme obliegen damit dem Reisenden alleine.

 


Allgemeine Reisebedingungen AGRB als Bestandteil des Reisevertrages

Der Reiseveranstalter hat das Recht und die Möglichkeit, Allgemeine Geschäftsbedingungen und für die Reisebranche Allgemeine Reisegeschäftsbedingungen dem Reisevertrag verbindlich hinzuzufügen.
Wenn der Reiseveranstalter dem Reisevertrag AGRB zugrunde legen möchte, müssen die AGBR dem Reisenden VOR Vertragsabschluss vollständig übermittelt werden.

 

Buchung 7 Tage vor Reisebeginn

Wenn der Reisende die Reise 7 Tage vor Reisebeginn bucht, entfällt die Informationspflicht weitestgehend. In diesem Fall muss der Reiseveranstalter den Reisenden jedoch unmittelbar vor Reisebeginn umfassend unterrichten.

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